Reichen die finanziellen Mittel aus dem Gesundheitsfonds einer gesetzlichen Krankenkasse nicht aus, dann darf sie Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern verlangen und es scheint, als würde derzeit kaum eine Krankenversicherung mit den Geldern aus dem Gesundheitsfonds die Defizite ausgleichen können. Denn bis auf wenige Ausnahmen beten derzeit gesetzliche Krankenkasse mit den neu erhobenen Zusatzbeiträge für Versicherte zur Kasse. Zwischen acht und 37,50 Euro müssen Mitglieder der GKV monatlich dazuzahlen.
Doch es gibt inzwischen immer Protest gegen die Zusatzbeiträge. So werden es immer mehr Mitglieder, die die Zahlung der zusätzlichen Beiträge verweigert. Laut einer Umfrage der Bild kommen beispielsweise die BBK Gesundheit und BKK für Heilberufe auf rund 30 Prozent der Mitglieder, die nicht bereit sind die erhobenen Zusatzbeiträge zu zahlen. Damit steht die Krankenkasse nicht allein mit dem Problem da. Anders geht auch nicht der Deutschen Angestellten Krankenkasse, die Säumnisraten von rund 10 Prozent verzeichnet. Doch Versichrte, die nicht die zusätzlichen Beiträge begleichen, droht ein Säumniszuschlag von mindestens 30 Euro. Damit aber nicht genug, denn der Bundesgesundheitsminister Phillip Rösler legte vor wenigen Tagen ein Gesetzentwurf vor, in dem steht, dass, sofern es nach dem Gesetzentwurf geht, Krankenkassen in beliebiger Höhe erheben dürfen.


Di, Aug 17, 2010
Krankenversicherung