Insgesamt 29,2 Milliarden Euro wurden im Jahr 2008 für Medikamente ausgegeben. Damit sind Arzneimittel die größten Ausgaben der GKV. So ist eine Steigerung von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Insbesondere Antidiabetika und Immunmittel ließen die Ausgaben in die Höhe treiben. So wurden rund fünf Milliarden Euro mehr als für eine medizinische Behandlung ausgegeben. Das macht 18,2 % der jährlichen Kosten der gesetzlichen Krankenkasse aus. Noch 2007 war der Grund für die rasante Ausgabensteigerung die erhöhte Mehrwertsteuer.
Nach Angaben des Arzneiverordnungs-Report 2009 konnten bei der Medikamentenversorgung bis zu 3,4 Milliarden Euro gespart werden, wenn man unter anderem auf preisgünstigere Mittel zurückgreifen würde.
Daher fordert der Herausgeber des Reports, Ulrich Schwabe, dass die Preise für Medikamente in Deutschland mit dem internationalen Markt verglichen werden soll. Laut Schwabe besitzt Deutschland den größten Arzneimittelmarkt, trotz dessen müssen Patienten mehr zahlen als in den Nachbarländern. Dies wies der Vorsitzende des AOK Bundesverbandes jedoch ab. Leonard Hansen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, hingegen, schlug vor die Medikamentenauswahl einfach für den Patienten zu begrenzen.


Fr, Sep 18, 2009
Krankenversicherung