Seit der Gesundheitsreform im Jahr 2007 besteht die Versicherungspflicht. Ziel der neuen Vorgaben war es, dass alle Unversicherten in Deutschland eine Assekuranz bekommen sollen. Von den 211.000 Bürgern, die zu diesem Zeitpunkt noch ohne Krankenkasse waren, haben rund 160.000 eine Krankenversicherung gefunden. Doch es bleibt ein Rest von knapp 45.000 Bürgern, die immer noch keinen Versicherungsschutz haben.
Von den damaligen 211.000 haben mittlerweile 140.000 Menschen ihren Platz in die GKV gefunden, weitere 26.000 traten der privaten Krankenkasse bei, von denen 9.000 den neu eingeführten Basistarif in Anspruch genommen haben. Doch auch wenn mit dem Basistarif nun auch alle Berufsgruppen in die PKV eintreten können, ist dieser nicht für alle leistbar. Denn der Höchstsatz liegt bei 570,00 Euro im Monat. Bei Bezieher von Arbeitslosengeld verringert sich der Beitrag um die Hälfte. Noch ein weiterer Nachteil des neuen Tarifes ist, dass es weiterhin keine Familienversicherung gibt. Das bedeutet, dass jeder Versicherte eine eigene Police bekommt und so bei einer Familie mit beispielsweise drei bis vier Kinder hohe Beiträge verlangt werden.
Das Problem für die restlichen Nichtversicherten liegt nicht an der Willigkeit in eine Krankenkasse einzutreten, vielmehr ist sie unbezahlbar für diese Gruppe. Besonders weil die Versicherungspflicht rückwirkend von den Krankenkassen verlangt wird.


Mo, Jul 27, 2009
Krankenversicherung