Immer weniger Anleger investieren in Aktien

Mi, Apr 21, 2010

Börse

Das deutsche Aktieninstitut fordert, dass in Deutschland Banken und deren Berater verstärkt in die Pflicht genommen werden sollten. Nach Aussagen des Präsidenten, Karlheinz Hornung, müssen Banken dringend an der Qualität arbeiten und Anleger darüber aufklären, welche Risiken mit Aktien verbunden sind.

Grund für die Forderung sind die Aktionärstahlen, die weiterhin nach unten sinken. So gab es 2009 im Durchschnitt lediglich 8,8 Millionen Anleger, die in Aktien investierten. Im Vergleich zum Rekordjahr 2001 ist das ein Verlust von ganzen 30 %. Ursache für die Unattraktivität der Aktien sieht Hornung beim Staat und dessen Steuerpolitik. Laut der Berechnung des Aktieninstitutes werden Aktienerträge mit 48 Prozent versteuert, während es bei Zinsen lediglich rund 26 Prozent wären. Daher fordert Hornung auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz, dass die Abgeltungssteuer gemildert werden sollte, damit Aktien auch in Deutschland wieder attraktiv werden. Denn seit Anfang 2009 schlagen 25 % Abgeltungsteuer auf Zinsen, Dividenden und Gewinne aus Aktienverkäufen auf den Ertrag des Anlegers drauf. Diese Belastung der Aktionäre wiederum, so Hornung, sei außerdem Mitgrund warum die Börse nicht in Schwung käme. Inwieweit nun auf die Forderung des Aktieninstitutes eingegangen wird, wird sich wohl in den kommenden Wochen zeigen.

Bildquelle: Dieter Schütz/Pixelio

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