Wohnriester-Nachfrage hält sich in Grenzen

Fr, Aug 28, 2009

Allgemeines

Bereits seit einem Jahr gibt es das Wohnriester, doch die Nachfrage nach der besonderen Altersvorsorge hält sich in Grenzen. Auch wenn es für dieses Produkt attraktive Zuschüsse vom Staat gibt. Laut einer Befragung des Immobilien- und Finanzvermittlers PlanetHome, sind es nur rund 5% der Immobilienkäufer, die bei einem Erstgespräch mit der Bank nach Wohnriester-Produkten fragen. Denn besonders die nach gelagerte Besteuerung schreckt viele Kreditnehmer ab, so Dr. Bernd Klosterkemper, Vorstand von PlanetHome. Aber auch wenn die Förderung nachträglich versteuert wird, erwartet dem Kunden attraktive Steuervorteile. Doch dieses in einem Erstgespräch zu erklären, gestaltet sich häufig sehr umständlich und auch kompliziert. In diesem Fall wäre der Rat eines Steuerberaters angebracht, jedoch empfinden dies die Kreditnehmer als abschreckend. Daher fordert Dr. Klosterkemper eine Vereinfachung bei der Plansicherheit. Denn gerade Gutverdiener könnten mit dem Wohnriester nicht nur das eigene zu Hause finanzieren, sondern mehrere zehntausend Euro mit den Steuervorteilen beim Wohnriester sparen.Allerdings liegen derzeit die Zinssätze der Immobilienkredite so niedrig, dass diese sich auch ohne Förderung lohnen. So gibt es bereits Finanzierungen für das eigene zu Hause mit 4,2 % effektiven Jahreszins. Ist das Wohnriester Angebot nur 0,4 Prozentpunkte teurer, lohnt es sich nicht mehr.

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