Da der niederländische Versicherer Ineas aufgrund finanzieller Probleme unter der niederländische Finanzaufsicht steht, raten nun Verbraucherschützen den rund 50.000 Kunden in Deutschland die Versicherung zu kündigen, um bei einem Schadensfall nicht hohe Verluste zu riskieren. Denn laut der Verbraucherzentrale NRW kann es bei einem Unfall passieren, dass der Schaden durch die Versicherung nicht mehr komplett übernommen wird und das kann dann teuer für den Versicherten werden.
Allerdings akzeptiert Ineas solch einen Schritt nicht, da es bisher noch kein Insolvenzverfahren gibt. Tatsächlich tritt auch in diesem Fall bei einem Schaden der so genannte Insolvenzschutz ein. Hacken daran ist allerdings, dass Versicherten Rückforderungen von bis zu 2.500 Euro drohen könnten und der Fonds nur bei Haftpflichtversicherungen einspringt. Bereits jetzt räumt das Versicherungsunternehmen auf der Webseite ein, dass Kasko Schäden eventuell nicht komplett reguliert werden können. Daher rät der Bund der Versicherten auf § 314 des bürgerlichen Gesetzesbuches zurückzugreifen, der vorsieht, dass eine fristlose Kündigung möglich ist, wenn sich die finanzielle Lage der Versicherungsgesellschaft sich verschlechtert.
Bildquelle:Claudia Hautumm/pixelio.de


Do, Jul 22, 2010
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